EB-Logo Internationaler Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach-Budapest

Fragen und Antworten (FAQ)


EB-Stempel (1) Gib es den EB überhaupt noch? Worin unterscheidet er sich von E3, E4 oder E8?

Nach den politischen Veränderungen im Jahre 1989 wurde in gemeinsamen Gesprächen von Wanderern beider deutscher Staaten (Mitglieder des Deutschen Verbandes für Wandern, Bergsteigen und Orientierungslauf, DWBO, und dem Verband Deutscher Gebirgs- u. Wandervereine) der weitere Bestand des EB nicht in Frage gestellt.
Gespräche auf der internationalen Ebene der Europäischen Wandervereinigung (EWV) stellten ebenfalls den Verlauf des EB nicht in Frage. Allerdings bestand der Wunsch zur Einbindung in das Wegenetz der Europäischen Fernwanderwege.
Dies wurde berücksichtigt bei der Erweiterung des E3. Der Wegteil des EB von Eisenach bis zur Grenze D/CZ an der Elbe behielt seine eigene Wegführung (bei Beibehaltung des Namens EB) und wurde jenseits der Grenze durch Tschechien, Polen und die Slowakei als E3 angebunden auf die bereits ausgewiesene Route in Richtung Ungarn, die nach dem Grenzübergang nach Ungarn ab Sátoraljaújhely in Richtung Budapest als E4 (Országos Kék-túra, Landeswanderweg Blaue Tour) weiterführt. Ab dem Grenzübergang an der Elbe bei Schmilka wird von den Wander-Organisationen der Begriff EB kaum noch gepflegt.

Der EB gilt demzufolge als „Ergänzung/Variante/Zugang zu den europäischen Fernwanderwegen E3, E4 und E8“.

EB: Der erste Abschnitt von Eisenach bis Rechenberg-Bienenmühle ist relativ klar als EB ausgeschildert, wobei allerdings auf dem Rennsteig die historische R-Kennzeichnung dominiert.
(Vom Vogtland bis Rechenberg-Bienenmühle verlaufen der EB und der E3 in geringem Abstand voneinander, beide kreuzen sich mehrfach.)

E3: Von Rechenberg-Bienenmühle bis Pustelnia bl. Jana (wenige Kilometer vor der polnisch-slowakischen Grenze am Dukla-Pass) verläuft der EB identisch mit dem E3 (bis auf wenige Ausnahmen, bei denen die Wegführung des E3 geändert wurde, z.B. zwischen tschechisch-slowakischer Grenze an der Bumbálka und Čierna voda, sowie zwischen Javorový vrch und Chochołow). Man findet noch viele EB-Markierungen, jedoch dominieren bereits die E3-Wegmarkierungen.

E3/E8: Von Pustelnia bl. Jana bis zum Dukla-Pass verläuft der EB ein kleines Stück identisch mit dem E3 und dem E8.

E8: Vom Dukla-Pass bis zum Čergov verläuft der EB identisch mit dem E8.

E3/E8: Vom Čergov bis zur Cemjata verläuft der EB wieder für einige Kilometer identisch mit dem E3 und dem E8.

E3: Von der Cemjata bis zu ungarischen Grenze in Sátoraljaújhely verläuft der EB identisch mit dem E3.

E4: In Ungarn verläuft der EB von Sátoraljaújhely bis Budapest auf dem E4 (bzw. dem nationalen Hauptwanderweg „Országos Kéktúra“). Der EB ist als eigener Weg nicht mehr ausgeschildert.

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(2) Wo genau beginnt bzw. endet der Wanderweg? Wie lang ist er? Wie gut ist er markiert?

Tafel an der Wartburg in Eisenach Der EB-Wanderweg beginnt in Eisenach auf der Wartburg. Der Weg vom Eisenacher Stadtzentrum zur Wartburg ist ausgeschildert.
Am Startpunkt befindet sich neben der Zugbrücke eine große Tafel mit einer Karte, die den gesamten EB-Weg zeigt (siehe Abbildung links).

Tafel an der Endstation der Kindereisenbahn in Budapest Der Endpunkt in Budapest sollte ursprünglich auf der Burg sein, wie es in der 1. Auflage des deutschen EB-Wanderbuches 1983 zu lesen ist. In der 2. Auflage 1984 wurde der Endpunkt korrigiert in „Endstation der Pioniereisenbahn Budapest-Hűvősvőlgy“. Zwischen Budapest-Hűvősvőlgy“ und der Burg gibt es keine Wegmarkierungen.
Bis zum August 2005 verwies an der Endstation der jetzigen „Kindereisenbahn“ leider nichts mehr auf den Weg nach Eisenach. Eine Wandergruppe des Marburger Alpenvereins, die am 31.08.2005 den EB abschloss, hat jedoch eine neue Tafel angebracht (siehe Abbildung unten).

Die Länge des Weges beträgt nach dieser Angabe 2.643 Kilometer, in der 1. Auflage des EB-Wanderbuches war von 2.690 km Kilometer zu lesen.

Außerhalb der Touristenzentren ist der EB mitunter schlecht ausgeschildert. Es ist keine Schande, sich zu verlaufen. Umso mehr freut man sich, wenn man Stunden später die Markierung wiederfindet.
Die besonders in Ungarn früher teilweise sehr lückenhaften Markierungen sind 2006 erneuert worden.

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(3) Was sind die schönsten Abschnitte?

Landschaftlich am schönsten waren für mich das Eulengebirge (Góry Sowie) in Polen (vom Kontrollpunkt „Grodno“ bis zum Kontrollpunkt „Bardo“) und das Altvatergebirge (Jeseníky) in Tschechien (Kontrollpunkt „Paprsek“ bis „Strálecká myslivna“).
Zweifellos gibt es auch noch andere schöne Ecken, die auf der Strecke liegen, vom Rennsteig im Thüringer Wald und den Saale-Talsperren über das Isergebirge (Misthaus) bis zum Vratna-Tal, aber das solltest du besser selbst herausfinden.

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EB-Wanderbuch DDR (4) Welche Literatur gibt es?

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(5) Gibt es Anbieter von Pauschalreisen auf dem EB-Wanderweg?

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(6) Welche Wanderkarten sind empfehlenswert?

Deutschland (Eisenach - Schmilka)

Die Karten von Kompass sind die einzigen, die den deutschen Teil des EB vollständig abdecken. Hauptsächlich deshalb sind sie hier aufgeführt. Sie weisen jedoch diverse kleine Ungenauigkeiten bzw. Fehler auf, an einigen Stellen stimmen die Wegführungen nicht mit der Realität überein (z.B. an der Schwarzen Pockau und im Heidelbachtal bei Marienberg, auch bei Rechenberg). Gelegentlich kann man auf den Karten nicht erkennen, ob der Weg auf einer Straße oder hundert Meter daneben verläuft, weil der Strich so breit ist.

Tschechien I (Hrensko - Harrarov)

Tschechien II (Mladkovske Sedlo - Velký Javorník)

Slowakei I (Velký Javorník - Chocholów):

Slowakei II (Barwinek - Sátoraljaújhely)

Ungarn

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(7) Wo kann man Wanderkarten kaufen?

Die deutschen Karten erhält man in jeder Buchhandlung, wo man sie auch bestellen kann.
Die Bestellung der osteuropäischen Karten ist meist schwieriger.
Ich habe die Bestellung bei den nachfolgenden Adressen nicht selbst ausprobiert, sondern mir die Wanderkarten immer aktuell vor Ort gekauft:

Vor Ort gibt es Wanderkarten in Tschechien und der Slowakei sehr zuverlässig in Buchläden und Touristen-Kiosken. (Zwar nicht überall die oben genannten, aber ähnlich gute.)

In Polen und Ungarn ist das schwieriger. Da ist es oft Glückssache, eine genaue 1:50000-Wanderkarte zu erhalten. Im Notfall hilft zwar auch eine grobe Kopie aus dem Autoatlas, aber ideal ist das natürlich nicht.
In Polen soll es in jüngster Zeit besser geworden sein, was ich aber persönlich noch nicht überprüfen konnte.
Die ungarischen „Tourinform“-Büros sind leider hauptsächlich auf Auto-Tourismus eingestellt. Das entsprechende Info-Material ist zwar kostenlos, aber zum Wandern wenig hilfreich.

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(8) Gibt es GPS-Tracks?

Annähernd genaue GPS-Tracks stehen auf Openstreetmap zur Verfügung. Diese basieren wesentlich auf meinen eigenen Einträgen dort:
Den offiziellen aktuellen Stand des ungarischen Abschnittes Sátoraljaújhely-Budapest kann man beim ungarischen Naturfreundeverband MTSZ ansehen. Die Webseite ist nur in Ungarisch, was das Herunterladen erschwert: Die GPS-Tracks von Fernwege.de basieren offenbar nicht auf tatsächlichen Wanderungen, sondern wurden überwiegend am Computer erstellt. Sie sind teilweise ungenau und weichen gelegentlich auch vom tatsächlichen EB-Verlauf ab (z.B. zwischen Oelsnitz/Vogtland und Adorf):
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(9) Wie ist der EB entstanden? Was hat die Heilige Elisabeth damit zu tun?

Am Anfang der 80-er Jahre verständigten sich die Touristikverbände von Polen, der Tschechoslowakei, Ungarns und der DDR, einen gemeinsamen Weitwanderweg auszuschildern. Nach vielen Beratungen wurde im Oktober 1980 im polnischen Zakopane das Reglement für den EB-Wanderweg beschlossen.

Ursprünglich war geplant, eine Fernverbindung von der Ostsee (Kap Arkona) bis zum Schwarzen Meer zu schaffen.
Doch eine Wegführung durch die ukrainischen Karpaten konnte aufgrund der ausgedehnten militärischen Sperrgebiete nicht realisiert werden.
Rumänien wiederum verwies auf wirtschaftliche Probleme: Wanderer brauchen Markierungen, Gaststätten, Einkaufsmöglichkeiten, Übernachtungen - das Geld für eine solche Infrastruktur wurde an anderen Stellen dringender benötigt.
Jugoslawien ging zu dieser Zeit einen politischen Sonderweg. Aus einigen sozialistischen Ländern, z.B. der DDR, benötigte man ein Visum für eine Reise dorthin. Es gab deshalb politische Bedenken gegen eine Wegführung durch Jugoslawien.
Man entschloss sich aus diesen Gründen, den Weg in Budapest enden zu lassen. Damit war auch das Konzept „von Meer zu Meer“ hinfällig.

Am 28. Mai 1983 wurde der „Internationale Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach-Budapest“ auf der Wartburg mit einer Wanderung eröffnet.
Das quadratische Logo für den EB-Wanderweg (mit den Buchstaben EB unter fünf Berggipfeln) war in Polen unter Verantwortung des PTTK entworfen worden. Der Name des Schöpfers ist nicht bekannt.

Entgegen zahlreicher anderslautender Aussagen hatte bei der Festlegung der EB-Streckenführung niemand an die Heilige Elisabeth gedacht. Lediglich bei der Eröffnung des Weges wurde sie nebenbei mit erwähnt. Erst nach 1989 wurde verstärkt versucht, durch Verweis auf die Heilige Elisabeth auch einen historischen bzw. religiösen Bezug des EB-Weges herzustellen.
Diese Königstochter wurde in Ungarn geboren, reiste 1211 nach Thüringen und heiratete 1221 den Landgrafen Ludwig IV. Bis zu dessen Tod im Jahre 1227 lebte sie mit ihm gemeinsam auf der Wartburg.

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EB-Wanderbuch Bulgarien (10) Gehört der bulgarische KE zum EB?

Die Wegführung durch Bulgarien vom Berg Kom im Westen des Landes zum Kap Eminem war der letzte Teil der ursprünglichen geplanten Route von der Ostsee zum Schwarzen Meer. Es war teilweise in Presseveröffentlichungen auch tatsächlich die Rede davon, dass der EB später bis zum Kap Eminem fortgesetzt werden sollte. So steht z.B. in dem vom Kulturbund der DDR herausgegebenen „Profil des Weges“: „Eine gewisse Fortsetzung ... stellt in Bulgarien der auf dem Kamm der Stara Planina (Balkangebirge) verlaufende und 1985 in seinem ersten Abschnitt eröffnete Bergwanderweg der Freundschaft KOM - EMINE ("KE") dar.“
Der bulgarische Touristikverein hat ein gemeinsames Wanderbuch für EB und KE herausgegeben, mit dem man die Stempel für beide Wege sammeln kann.
Heute ist der gesamte KE zum letzten Abschnitt des E3 geworden. Die Routenführung durch Rumänien ist allerdings noch immer nicht geklärt.

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(11) Wie funktioniert ein „Nadler“?

Rastplatz in Nove Valteřice In Tschechien und der Slowakei gibt es „Nadler“ statt der Stempel. Diese befinden sich auf einem etwa hüfthohen Metallrohr und bieten meist sogar zwei Möglichkeiten der „Entwertung“.
Zum einen befindet sich ein mit einem bestimmten Muster gelöchertes starres Metallstück unter einem mit „Stacheln“ versehenen beweglichen Metallstück. Hält man die entsprechende Seite des EB-Wanderbuches dazwischen und drückt das bewegliche Metallstück nach unten, so erhält man die gewünschte „Lochung“. Leider ist das bewegliche Metallstück oft abgebrochen.
Die zweite Entwertungsmöglichkeit wird durch zwei gelöcherte starre Metallstücke übereinander gebildet, zwischen denen sich ein Zwischenraum befindet, in den man die entsprechende Seite des EB-Wanderbuches steckt. Dann kann man mit einer mitgebrachten Nadel die Löcher durchstechen und erhält so die gewünschte „Lochung“. Dies funktioniert allerdings nur am Rande der entsprechenden Seite des EB-Wanderbuches. (Dann bleibt aber in der Mitte genug Platz, um zusätzlich zu den „Stichen“ noch alternative Stempel zu sammeln.)
Wichtig: Sicherheitsnadel zum Durchstechen mitführen!
Interessenten können eine Liste der Muster-Abdrücke per Mail erhalten. (Bitte bei der auf der Hauptseite angegebenen Adresse anfordern!)
Ein interessantes Detail am Rande: Der Kulturbund der DDR besaß keine solchen Muster, um die ausgefüllten EB-Wanderbücher prüfen zu können...

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(12) Gibt es genug Übernachtungsmöglichkeiten? Braucht man ein Zelt?

Der EB-Wanderweg verbindet ausgesuchte Touristenzentren miteinander. Dazwischen durchquert er zwangsläufig Gegenden, in denen man nur wenige Touristen antrifft. Analog ist es mit Übernachtungsquartieren, die in den Touristenzentren reichlich vorhanden sind und in denen auch Wanderer für eine Nacht fast immer Platz finden.

Ich war auf dem EB-Wanderweg prinzipiell ohne Zelt unterwegs, weil die Übernachtungen so preiswert sind, dass ich mir nach anstrengender Tour gerne diesen Luxus gegönnt habe. In vielen polnischen Gebirgen (z.B. Góry Sowie - Eulengebirge) sind entlang der Strecke regelmäßig Wanderquartiere des PTTK, die für nicht mal 3 Euro Lager zur Verfügung stellen, die mit Alpenvereinshütten vergleichbar sind. Einen (Leinen-)Schlafsack sollte man mithaben.
Aber auch in Tschechien und Ungarn sind gute Wanderquartiere breit gestreut, die meistens Jugendherbergsniveau aufweisen.

Zeltplätze findet man nur wenige am Weg, meistens werden dann dort auch Bungalows vermietet.

Echte Jugendherbergen gibt es in Osteuropa relativ wenig, am EB-Weg sind sie die absolute Ausnahme.

Wenn man sich die Strecke falsch eingeteilt hat und mal sein Tagesziel nicht erreicht, sollte man auch bei Privatleuten anfragen, ob man bei ihnen übernachten kann. Das grenzt zwar bisweilen an peinliche „Bettelei“, aber meistens wird man dann doch zu jemandem geschickt, von dem die anderen aus dem Ort schon wissen, dass der im Notfall auch mal Wanderern Unterkunft bietet. In Polen ist das erheblich leichter, die Bauern haben viel Platz in ihren Häusern. Natürlich darf man keinen Hotel-Komfort erwarten. Aber man kommt so auch mal direkt mit den Einheimischen in Kontakt und gewinnt interessante Einblicke in deren Leben.

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(13) Kann man wild Campen zur Not?

Das kann ich leider nicht genau sagen. Ich habe selten wilde Camper gesehen. Eben weil die Quartiere so preiswert sind.
Ich habe dreimal biwakieren müssen (in Tschechien und der Slowakei) und keine Probleme bekommen, da mich keiner gesehen hat.

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(14) Ist der EB mit dem Fahrrad befahrbar?

Es ist nicht empfehlenswert, den EB mit dem Fahrrad abzufahren. Viele Abschnitte gehen quer durch den Wald, über Stock und Stein. Es sind auch Steilabschnitte enthalten, an denen bei Regen und Schlamm selbst Wanderer Probleme bekommen. Mit Gepäcktaschen ist das unmöglich realisierbar, selbst wenn man auf Schieben eingestellt ist - denn dann ist nur noch Tragen möglich.
Wer es trotzdem versuchen will, findet
hier eine mögliche Route.
Bisher ist nur ein einziger EB-Bezwinger bekannt, der mit dem Fahrrad unterwegs war, nämlich Hartwig Linderkamp aus München.

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(15) Wie gut kann man essen und einkaufen? Wie tauscht man am besten sein Geld?

Die Gaststätten (meist eher Imbiss-Stuben) kosten nicht die Welt, viele verkaufen bis in den Abend hinein auch noch Lebensmittel. In den bekannteren Touristengebieten, in denen westeuropäische Touristen auftauchen, gibt es auch teure Restaurants. Meistens reicht dann das Ausweichen in die Nebenstraßen, um eine preiswertere Alternative zu finden.

Das Anwachsen des Preisniveaus in den letzten Jahren haben westliche Touristen mit zu verantworten. Viele nehmen den Preis einfach hin, nur weil er günstiger ist als zuhause. Doch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt in manchen Fällen nicht. Dies hat zur Folge, dass viele Einheimische sich einen Urlaub nicht mehr leisten können.
Deshalb sollte man immer darauf achten, welcher Preis im jeweiligen Land für eine Leistung angemessen ist.

Geld tauscht man am besten, indem man mit einer EC- oder Kreditkarte abhebt. Der dabei realisierte Kurs ist mittlerweile immer günstiger als beim Bar-Umtausch in den Wechselstuben. Aufgrund der Pauschalgebühr ist es billiger, sämtliches benötigtes Geld auf einmal abzuheben.
(Die Postbank bietet für ihre Sparcards seit 2007 zudem die Möglichkeit von zehn kostenlosen Auslands-Abhebungen im Jahr!)
Will man dennoch bei einer Wechselstube tauschen, so sollte man darauf achten, dass man nicht auf den Verkaufskurs hereinfällt, der meistens groß angeschrieben ist - und günstiger als der Ankaufskurs. Man sollte also immer auf die Tafel schauen, auf der beide Kurse stehen. Dort stehen aber mitunter auch mehrere Ankaufskurse, von denen der günstigere erst ab einem Umtausch von mehreren hundert Euro gilt. Auch etwaige Provisionskosten sind dort aufgeführt, meist in Prozent.
Im Zweifelsfall also vorher (!) immer genau aufschreiben lassen, wieviel man für seine abgezählten Euro genau erhält.

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(16) Wie kommt man sprachlich klar?

Die Verständigung mit Händen und Füßen gelingt immer, ansonsten hilft Englisch meist weiter. Russisch-Kenntnisse nutzen dagegen kaum etwas. Öfter als erhofft wird hingegen auch deutsch gesprochen. (Ausnahme Nordostungarn: eine wahre Sprachwüste, hier spricht man wirklich nur ungarisch.)
Viele Quartiere sind mit Symbolen markiert oder in englisch (free rooms), Hotel heißt immer Hotel.
Wenn man Einheimische nach dem Weg fragt, besteht das Problem weniger darin, dass sie verstehen, was man will. Das geht aus den Umständen hervor, wenn jemand mit Rucksack da steht. Schwierigstes Verständigungsproblem ist die exakte Aussprache des anvisierten Wanderzieles. Da ist es immer gut, wenn man auf der Karte zeigen kann, wie der Ort heißt.

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(17) Welcher Wandertyp bist du?

Wenn dann solltest du besser in Tschechien (z.B. Jeseniky - Altvatergebirge) anfangen. Dort sind auch relativ viele deutsche Touristen unterwegs, so dass man sich nicht so verloren vorkommt.

Wenn

dann kannst du besser in Polen wandern.

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(18) Allein oder zu zweit oder in der Gruppe?

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(19) Welche unbekannten Feiertage gibt es in diesen Ländern?

Die Bank ist geschlossen, viele Läden dicht. Wenn man im Urlaub vor verschlossenen Türen steht, ist meistens ein Feiertag, den man bei der Planung übersehen hat.

Neujahr, Ostern und Weihnachten werden überall gefeiert.
Sachsen: Buß- & Bettag im Oktober
Polen: 01.05., 03.05., 08.05., 15.08., Allerheiligen um den 01.11., 11.11. (andere Quellen: 10.06., 31.08.); kein Feiertag: Karfreitag, Pfingsmontag
Slowakei: 06.01., 01.05., 08.05., 05.07, 28.10., 01.09., 16.09. (andere Quellen: 15.09., also vielleicht dritter Freitag im September), 01.11., 24.12.; kein Feiertag: Pfingsmontag
Tschechien: 01.05., 09.05., 05.07., 06.07., 28.09., 28.10., 17.11., 24.12.; kein Feiertag: Karfreitag, Pfingsmontag
Ungarn: 15.03., 01.05., 20.08., 23.10. (andere Quellen: 01.11.); kein Feiertag: Karfreitag

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(20) Welche EB-Abzeichen gibt es?

In Deutschland gab es nach 1990 zunächst niemanden mehr, der das EB-Abzeichen vergab. (Es ist nicht bekannt, wer die Restbestände des Kulturbundes übernommen hat.)
Ebenso unbekannt ist mir für Polen und die Slowakei, ob man dort das Abzeichen noch erhalten kann.
Der ungarische Verband der Naturfreunde MTSZ hat noch im Jahre 2002 das Abzeichen vergeben, im Jahre 2005 war es jedoch nicht mehr erhältlich.
Herr Caletka, der ehemalige Verantwortliche des tschechischen Tourismusverbandes "Klub Českých Turistů", hatte die letzten tschechischen Abzeichen vorrätig und noch bis Dezember 2006 versendet.

Seit 2016 sind die Abzeichen in Deutschland wieder erhältlich, und zwar über:
Ralf Welzel, Str. 73 Nr. 10, 13125 Berlin, Tel. 0175-1646661. (Versand gegen Vorkasse für 7  € pro Abzeichen - max. 4 je Bestellung - und Zusendung eines als Standardbrief frankierten und adressierten Briefumschlages zur Rücksendung. Die IBAN für die Überweisung wird auf Anfrage mitgeteilt.)
Der Besteller hat glaubhaft zu machen, dass er die entsprechende Leistung tatsächlich erbracht hat.

Die genaue Anzahl aller verliehenen Abzeichen in den beteiligten Ländern ist nicht bekannt. Der Kulturbund der DDR allein hatte jedoch vermutlich bis Dezember 1990 an 516 Wanderer ein Abzeichen der mindestens untersten Stufe vergeben, was durch einen konkreten Wanderheft-Eintrag belegt ist.
Die Konditionen für den Erwerb der Abzeichen wurden im Verlaufe der Jahre geändert und standen im
Reglement.
So sehen die EB-Abzeichen aus: EB-Abzeichen

Foto: Bert Winkler

Abzeichen der Europaeischen Wandervereinigung Die europäische Wandervereinigung (EWV) vergibt eine Ehrennadel zu ähnlichen Konditionen wie für das höchststufige EB-Abzeichen. Es gibt keine schriftlich fixierten Regeln für die Vergabe. Bedingung ist der glaubhafte Nachweis von grenzüberschreitenden Wanderungen in mindestens 3 Staaten jenseits des eigenen Standortes. Die Längen der Touren sind nicht vorgeschrieben, jedoch sollte man von Land und Leuten etwas mitbekommen hat. Das beinhaltet letztlich also eine "Selbstkontrolle".
Wer die Bedingungen für das höchste EB-Abzeichen erfüllt hat, ist demzufolge auf jeden Fall berechtigt, die Ehrennadel zu erhalten. Ich empfehle denjenigen, sich direkt an die EWV zu wenden.

EB-Anstecker von WirthweinsWanderWelt Der Reiseveranstalter WirthweinsWanderWelt aus Eisenach vergab bis 2005 an alle EB-Wanderer, die an dessen Pauschalwanderungen teilnahmen, einen Anstecker mit der Aufschrift "20 Jahre EB 1983-2003".
EB-Button

Einen achteckigen EB-Button aus Messing verkauft der Kiosk auf dem Scheibenberg an jedermann (unabhängig von gewanderten Kilometern). Auch im Freilichtmuseum in Landwüst und bei der Tourist-Info in Neuhaus am Rennweg ist er erhältlich.

EB-Aufnaeher (Foto von Hans-Juergen Krueger) Die quadratischen EB-Aufnäher aus Stoff (7x7 cm), die es im Rennsteig-Garten in Oberhof für 50 Cent gab, sind seit Anfang 2014 ausverkauft.
EB-Anstecker 25 Jahre EB Der 2008 gegründete Verein "Freunde des EB" e.V. verkaufte anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des EB einen Anstecker für 1 €.

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(21) Wie soll das Wanderheft ausgefüllt werden? Wozu dient das Kontroll-Feld?

Ausfüllen des Wanderheftes Nebenstehend ist der obere Teil einer Doppel-Seite aus dem Wanderheft abgebildet. In jede Zeile trägt man jeweils eine Etappe ein, die auch über mehrerere Tage gehen kann und von einer Stempelstelle zur nächsten Stempelstelle führt. In der Zeile ist jeweils ein Feld für den Beginn-Stempel und den Ende-Stempel. Jeder Stempel (außer von Eisenach und Budapest) müsste also zweimal im Heft auftauchen.
Allerdings sind einige neuere (Nicht-mehr-Original-)Stempel (vor allem in Polen) so groß, dass sie zwei Felder benötigen. Und in Ungarn gibt es erheblich mehr Kontrollpunkte, als im Heft erwähnt sind. Das sollte man bedenken, wenn man wirklich jeden Stempel zweimal setzen will. Sinnvoll ist das nur dann, wenn man die Etappen nicht hintereinander, sondern in ungeordneter Reihenfolge wandert.
Wenn der Stempel nicht verfügbar ist, soll man sich im Feld "Kontrolle" durch unabhängige Zeugen das Erreichen des Kontrollpunktes bestätigen lassen. Manche EB-Wanderer haben dort auch Notizen zum Wetter oder zu den Übernachtungen hineingeschrieben. In Tschechien waren die meisten "Nadler" so konstruiert, dass man die Abdrücke nicht in die Stempel-Felder, sondern nur in die Kontroll-Felder drücken konnte.
(In der 2. Auflage des Wanderheftes waren einige Seiten durcheinander geraten, so dass von der abgebildeten Doppel-Seite nur der linke oder nur der rechte Teil vorhanden war.)

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(22) Wie viele Wanderer haben den EB bisher vollständig erwandert? Was ist die „Interessengemeinschaft EB“?

Die „Interessengemeinschaft EB“ lädt einmal im Jahr alle Wanderer, die den EB-Wanderweg komplett abgelaufen haben, zu einem Treffen ein.
Nähere Infos auf der
entsprechenden Seite.

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(23) Auf welchen Web-Seiten kann man sich noch informieren?

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(24) Wie erreiche ich die Wanderverbände der EB-Länder?

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(25) Wie gefährlich sind Bären, Wölfe oder freilaufende Hunde?

Raubtiere haben genausoviel Angst vor uns haben wie wir vor ihnen. Bären sind ähnlich scheu wie die Wölfe, die sich inzwischen auch in Deutschland wieder angesiedelt haben. Diese Tiere gehören zu einer gesunden Natur. Ein kleiner Reizgas-Sprüher hilft als psychologische Sicherheit. Diesen sollte man dann aber auch schnell griffbereit haben - und nicht gegen den Wind einsetzen. Ich habe dergleichen auf dem EB nie benötigt, auch nicht gegen die viel aggressiveren Hunde. Ich hatte immer nur eine Trillerpfeife dabei. Manche Wanderer binden sich auch ein kleines Glöckchen an den Rucksack. Die Theorie ist, dass Raubtiere damit vorgewarnt werden und abhauen. Dass ein neugieriges Tier davon angelockt werden könnte, ist wenig wahrscheinlich. Man soll immer ordentlich "Lärm machen", weil man dadurch ein versehentliches Aufeinandertreffen vermeidet. (Aber dabei bitte nicht die ganze Tierwelt in Aufruhr versetzen.) Und falls man dennoch mal einem Bären begegnet, dann soll man nicht wegrennen, sondern vielmehr selbstbewusst stehenbleiben und gegebenenfalls eigene Drohgebärden versuchen. Wegrennen weckt sonst den Jagdinstinkt des Tieres! Falls sich der Bär dennoch nähert, kann auch "Totstellen" helfen, damit das Tier das Interesse verliert.

Von den mir bekannten EB-Bezwingern hat kein einziger einen Wolf - und nur ein einziger einen Bären zu Gesicht bekommen. Im letzteren Fall hatten beide nicht aufgepasst und waren überraschend aufeinandergestoßen. Das Ergebnis: Der Wanderer rannte erschrocken nach rechts den Berg hinunter - und der Bär erschrocken nach links den Berg hinunter. Beide haben sich danach nie wiedergesehen. Ich war auf dem EB immer ohne Zelt unterwegs, habe aber dreimal biwakiert - einmal ziemlich abgelegen in den slowakischen Bergen. Da waren wir zu zweit und haben die ganze Nacht ein kleines Lagerfeuer unterhalten.

In vielen osteuropäischen Dörfern sind die Hunde nicht angekettet - und auch nicht durch Zäune oder Tore eingesperrt. Sie kennen aber ihr zu bewachendes Territorium und beschränken sich im Normalfall auf das "Verbellen" von Passanten. Dennoch können sie natürlich Angst machen. Bei Hunden sagen viele Ratgeber, man soll ihnen nicht in die Augen blicken und nicht mit Stöcken nach ihnen schlagen, sondern sie mit Steinen verscheuchen. Da reicht es manchmal schon, wenn man einen Stein in die Hand nimmt. Ich habe das nicht gewusst und mich immer falsch verhalten: Ich habe Blickkontakt zu den Tieren aufgenommen und sie mit den Wanderstöcken auf Distanz gehalten, in die mancher Hund wütend hineingebissen hat. Trotz meines Fehlverhaltens bin ich aber immer unbeschadet davongekommen.

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